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Der Schnittchen-Blog!
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Donnerstag, 24. April 2008
Flirtbörse 2008 in Thun
Von edleschnittchen1, 12:49

Schnittchen hatten die grosse Ehre sich an der Seite der grossartigen Frau Buddecke an der Künstlerbörse in Thun rumzutreiben. Es war herrlich! Die Sonne schien, die Piazza voll von schönen Kabarettistinnen, Pianistinnen in roten Kleidern, süssen Dieseuren und schmeichelnden Dimitri-Schülern. Ein Paradies für ein Schnittchen! Von nun an heisst die Veranstaltung also offiziell "Künstler-/ und Flirtbörse und das jeweilige Jahr" (siehe Titel). Und wir wurden sogar erkannt! Von dem göttlichen (und bei diesem Wort falle ich kurz neben meinem Computer auf die Knie) Klaus Brömmelmeier und seinem zauberhaften Pianisten Daniel Steffen. Von einer sonnenbeschienenen Festbank hallte es uns entgegen "Ah, die heissen Schnittchen!" (immer diese Schauspieler, können sich einfach keinen Text merken.) Sängerin lief rot an und Pianistin blieb cool, wie immer. Und Herr Klaus verriet mir sogar, wo er seinen schicken Mikrofonständer gekauft hatte. Kommt ja nun auch nicht mehr drauf an, wo wir schon beide "Merci" singen...  Frau Buddecke spielte als zweitletzte, warf alles vorher gesehene mit einer unglaublicken Lockerheit aus der Bahn und wir waren ganz fest stolz. Und was ich an dieser Stelle noch gerne loswerden möchte: Frau Pianistin, nextes Jahr flirten sie nicht mehr mit meiner Beute, ist das klar??!

 

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Montag, 07. April 2008
Sommernachtstraum und das grosse Warten
Von edleschnittchen1, 14:37

Irgendwann nächste oder übernächchste Woche kommen die vielen, grossen, schweren Pakete mit unseren CD's aus St. Sulpice angereist. Und wir wissen nicht genau wann! Das treibt uns komplett in den Wahnsinn, wir sitzen Tang und Nacht vor Pianistin's Haustür, warten auf den Pöstler und beissen jeden ins Bein, der keiner ist. Zum Glück habe ich eine kleine Beschäftigung, die vom Warten abhält; am 18. April ist nämlich Premiere von Sommernachstraum, Regie: Schnittchen. Und hier als kleine Schleichwerbung noch der Link zur Heimseite: http://www.tourneetheater-bl.ch/ . So, und bis dahin kann ich meine Frühlingsgefühle ungebremst an den Schauspielern auslassen und sie wild miteinander rummachen lassen. Mit echten Küssen, seit gestern. Nur mich küsst - wie immer -niemand. Und das, obwohl ich doch extra mein Hochbett vom liebenswerten Papa hab runterreissen lassen um den Damen den Zugang zu mit zu erleichtern. Meine Kabarettistin für alle Lebenslagen meinte nur: "Das ist viel besser, wie wenn man da erst mal zu dir hochklettern muss". Naja... ich war eigentlich bis anhin der Meinung, ein Bisschen Anstrengung müsse eine Dame schon in Kauf nehmen für mich, aber ich habe eingesehen, dass ich es ihnen wohl oder übel erleichtern muss. Und jetzt sitze ich also in meinem neuen, äusserst gemütlichen Spinnennetz und warte, was passiert. Wenn ich nicht hinter Pianistin's Tür sitze, natürlich.

 

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Sonntag, 23. März 2008
David in der Gücksspirale
Von edleschnittchen1, 13:18

 Mein lieber Mitbewohner erzählte mir neulich im Zug ganz detailliert von seiner Schulung bei Starbucks. Dort arbeitet er und wer jetzt glaubt, es handle sich dabei um eine amerikanische Coffeeshop-Kette, liegt komplett falsch. Starbucks ist viel mehr als das - nämlich THE THIRD PLACE. Das muss man sich ungefähr vorstellen wie die von den Zeugen Jehovas im grünen Büchlein (steht in unserer Küche) beschriebene "Neue Erde". Nach dem Untergang der Welt nämlich, werden alle Baristas (Starbucks-Mitarbeiter) und Starbucks-Stammkunden auf einer bepalmten kleinen Insel inmitten von goldgelbem Milchkaffee landen, allesamt braungebrannt wie die Bohnen des Kenia-Kaffees und jeder versteht die Inseleigene Sprache: "one-tall-latte-caramel-decoff-soja-milk-choccolate-topping-kchaffi, pleeeease!".

Vielleicht mögen manche Leute den Eindruck haben, an einem Samstag in eben einem solchen Starbucks zu arbeiten  - zu dritt gegen millionen von Kunden, die teilweise nicht mal die Inselsprache beherrschen - sei stressig. Wieder falsch. David hat nämlich in der Schulung gelernt, "es gibt nicht hunderttausende Baristas, millionen von Kunden und abermillionen verkaufte Kaffees, nein!, es gibt nur immer EINEN Barista, EINEN Kunden und EINE Tasse Kaffee. Und ausserdem macht es den Barista so stolz, einen perfekten Kaffee zubereitet zu haben, dass dieses Glück sogleich auf den Kunden überströmt, sofort wieder auf den Barista zurückstrahlt, zum nächten Kunden übertragen wird und so weiter. Wir befinden uns in der Glücksspirale. Und diese ist so starkt, dass Davids Glück, wenn er von der Arbeit nach Hause kommt, direkt auf mich übertragen wird und von mir auf die gesamte Nachbarschaft, ja die ganze Allee, das ganze Gundeli- Quartier und unser Haus strahlt nach aussen. Danke Starbucks! Und wenn ich ganz brav bin, werde ich vielleicht auch "überleben und dann - eine neue Erde!"

       

links: Jesus, rechts: Starbucksgründer Howard Schultz

 

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